SPD/Volt fordert eine Mieterschutzeinheit gegen überhöhte Mieten


Über 15 Euro kalt: Wohnen in Düsseldorf wird immer teurer

Die heute veröffentlichten Zahlen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zeigen, wie teuer die Wohnungssuche in Düsseldorf geworden ist: Durchschnittlich 15,10 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter verlangen Vermieter bei neu angebotenen Wohnungen. Die Angebotsmieten sind innerhalb eines Jahres um 5,4 Prozent gestiegen. Das zeigt der aktuelle GREIX-Mietpreisindex.

„Bezahlbares Wohnen wird für immer mehr Menschen zur Existenzfrage. CDU-Oberbürgermeister Keller will trotzdem die Vorgaben für bezahlbare Wohnungen zurückschrauben. Das ist die falsche Antwort auf steigende Mieten. Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen und wirksamen Schutz für Mieterinnen und Mieter“, sagt Dr. Sabrina Proschmann, Vorsitzende der SPD/Volt-Ratsfraktion und Sprecherin im Wohnungsausschuss.

Auch teure Neubauten helfen vielen Wohnungssuchenden nicht weiter. Laut des Kieler Instituts kommen sie wegen ihrer hohen Mieten nur für einen kleineren Kreis von Haushalten infrage. In den acht größten Städten bleiben Neubauwohnungen entsprechend länger inseriert als bestehende Wohnungen.

Ausgerechnet jetzt sollen Investoren weniger bezahlbare Wohnungen schaffen müssen. Bei Projekten mit bis zu 75 Wohnungen sollen die entsprechenden Vorgaben künftig ganz entfallen, auch auf städtischen Grundstücken. Bei größeren privaten Vorhaben soll der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen von 50 auf 30 Prozent sinken.

„Düsseldorf braucht Neubau, den sich die Menschen leisten können. Der Oberbürgermeister will aber weniger geförderte Wohnungen verlangen und setzt darauf, dass der Markt es richtet. Damit verschärft er den Mangel an bezahlbarem Wohnraum“, so Proschmann weiter.

Wir fordern zum wiederholten Mal, die städtische Beratungsstelle für Wohnraumschutz zu einer Mieterschutzeinheit auszubauen. Sie soll kostenlos beraten, bei der Prüfung der Miethöhe helfen und Hinweisen auf Mietwucher nachgehen. Bestehende Schutzvorschriften muss die Stadt konsequent durchsetzen.

„Mieterinnen und Mieter brauchen eine Anlaufstelle, die ihnen konkret hilft und gegen Missstände vorgeht. Der Oberbürgermeister darf nicht weiter die Anforderungen an Investoren senken, während Wohnungssuchende immer höhere Mieten zahlen sollen. Düsseldorf braucht mehr Mieterschutz, nicht weniger bezahlbare Wohnungen“, so Proschmann abschließend.

Mit freundlichen Grüßen

SPD/Volt-Fraktion im Rat der

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