Luisen-Gymnasium: Grundstück nicht aus der Hand geben

Pressemeldung

Luisen-Gymnasium: Grundstück nicht aus der Hand geben

Die Linke und SPD/Volt: Erbpacht oder Eigennutzung statt Verkauf

Die Zukunft des ehemaligen Luisen-Gymnasiums an der Bastionstraße darf nicht vorschnell entschieden werden. Wir wollen den geplanten Verkauf stoppen und zuerst zwei Alternativen prüfen lassen.

Dazu legen wir zur Ratssitzung am 7. Mai einen gemeinsamen Änderungsantrag für das denkmalgeschützte Gebäude vor. Die Verwaltung soll zwei gleichwertige Konzepte erarbeiten: eine Eigennutzung durch die Stadt und eine Vergabe in Erbpacht mit sozialen und städtebaulichen Kriterien.

„Wir reden hier über ein Gebäude in Toplage. Das verhökert man nicht einfach, ohne ernsthaft zu prüfen, was für die Stadt selbst der bessere Weg ist. Wir wollen Klarheit über die Chancen einer eigenen Nutzung, statt uns vorschnell von einem zentralen Grundstück zu trennen“, erklärt Markus Raub, Sprecher im Planungsausschuss.

Kern unserer Forderung: erst prüfen, dann entscheiden. Neben einer möglichen Eigennutzung sollen vor allem soziale, kulturelle und wirtschaftliche Potenziale bewertet werden. Dazu gehört auch die Frage, ob die Stadt durch eine eigene Nutzung des Gebäudes langfristig Mietkosten sparen kann; eine Option, die unter Oberbürgermeister Dr. Keller offenbar kaum verfolgt wurde.

Alternativ soll das Gebäude in Erbpacht vergeben werden. Im Fokus stehen hierbei gemeinschaftliche Wohnformen, bezahlbarer Wohnraum und öffentlich zugängliche Kultur- und Freizeitangebote. Die ehemaligen Unterrichtsräume können zu Wohnungen werden, während Fachräume und Nebenräume gemeinschaftlich genutzt werden. Auch Aula und Innenhof sollen für Veranstaltungen geöffnet und gemeinsam mit der Stadt betrieben werden. Hotels oder Mikroapartments schließen wir aus.

„Städtische Grundstücke zur Aufbesserung der Stadtkasse zu verscherbeln, ist kurzsichtig. Daran erinnern uns gerade die Verkaufsgerüchte um das Carsch-Haus und den Heinrich-Heine-Platz. Die Stadt sollte die Kontrolle über wichtige Grundstücke behalten. Wir brauchen zentral gelegene Orte für gemeinschaftliches Wohnen, Kultur und Begegnung – und dafür bietet das Grundstück des Luisen-Gymnasiums eine Chance“, erklärt Chris J. Demmer, Fraktionssprecher der Linken.

Bis zur Ratssitzung im September soll die Verwaltung beide Varianten ausarbeiten. Erst auf dieser Grundlage soll der Rat entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen

SPD/Volt-Fraktion im Rat der

Landeshauptstadt Düsseldorf

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Joschka.Langenbrinck@duesseldorf.de

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