SPD/Volt-Fraktion: Besseres Baustellenmanagement darf kein Wahlkampfslogan bleiben

B7-Chaos entlarvt gebrochene Wahlversprechen des Oberbürgermeisters

Die kurzfristige Vollsperrung der B7 und die massiven Verkehrsbehinderungen in Düsseldorf zeigen nach Auffassung der SPD/Volt-Ratsfraktion schonungslos, dass der Anspruch des Oberbürgermeisters einer intelligenten Verkehrssteuerung derzeit an der Realität scheitert.

Dabei hatte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller im Wahlkampf angekündigt, intelligente Systeme für eine bessere Verkehrsführung einzusetzen und ein digitales Baustellenmanagement auf- und auszubauen. Die aktuelle Situation wirft deshalb die Frage auf, warum diese angekündigten Instrumente offensichtlich nicht in der Lage waren, die Auswirkungen einer derart gravierenden Sperrung frühzeitig abzufedern und Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer rechtzeitig zu informieren.

Dazu erklärt Tobias Kühbacher, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Ratsfraktion:

„Herber Rückschlag auf dem Weg zur Smart City! In den letzten Jahren wurde Vieles auf den Weg gebracht, um Verkehre zielgerichtet zu leiten. Digitalisierungsmaßnahmen sollen dazu beitragen, schnell und kurzfristig Verkehrsteilnehmern die beste Route empfehlen zu können. Das funktioniert aber nur, wenn sich alle beteiligten Menschen bewusst machen, dass sie relevante Informationen auch zeitnah ins System eingeben.“

Für uns ist klar: Digitalisierung darf kein Selbstzweck und keine Wahlkampfrhetorik sein. Wenn die Stadt intelligente Verkehrssteuerung verspricht, müssen die Systeme gerade in außergewöhnlichen Verkehrslagen funktionieren. Dazu gehört insbesondere ein Baustellenmanagement, das Informationen in Echtzeit bündelt und unverzüglich an Navigationsdienste, Verkehrsleitzentralen und digitale Anzeigesysteme weitergibt.

Deshalb fordern wir den Oberbürgermeister auf, transparent darzulegen,

•            warum die angekündigten digitalen Instrumente die Auswirkungen der Sperrung nicht wirksam begrenzen konnten,

•            welche Informationen, wann an die verschiedenen Verkehrssysteme übermittelt wurden und

•            welche Konsequenzen aus dem aktuellen Verkehrschaos gezogen werden.

„Wer mit intelligentem Baustellenmanagement Wahlkampf macht, muss sich daran messen lassen. Die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass diese Versprechen im Alltag funktionieren – insbesondere dann, wenn eine zentrale Verkehrsader wie die B7 plötzlich ausfällt“, so Kühbacher abschließend.

Mit freundlichen Grüßen

SPD/Volt-Fraktion im Rat der

Landeshauptstadt Düsseldorf

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40213 Düsseldorf

Joschka.Langenbrinck@duesseldorf.de

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