„Freigabe der neuen Talbrücke Rahmede ist ein Befreiungsschlag“

Pressemitteilung – 21. Dezember 2025:

Jochen Ott / Gordan Dudas: 

„Freigabe der neuen Talbrücke Rahmede ist ein Befreiungsschlag“

Am 22.12.2025, gut vier Jahre nach der abrupten Sperrung der A45 in Lüdenscheid, wird die in Rekordzeit gebaute neue Rahmedetalbrücke für den Verkehr freigegeben. Hierzu erklären Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Gordan Dudas, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion und örtlicher Abgeordneter für Lüdenscheid:

Jochen Ott:

„Die Eröffnung der neuen Rahmedetalbrücke ist eine sehr gute Nachricht – für Südwestfalen, für Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus. Sie zeigt, dass Erhalt und Neubau von Straßen und Brücken deutlich schneller gelingen können, wenn alle Ebenen gemeinsam handeln. Das ist ein wichtiges Signal für ein Straßennetz mit tausenden sanierungsbedürftigen Brücken. Denn während Lüdenscheid endlich entlastet wird, stehen andernorts bereits neue Einschränkungen bevor, etwa durch die geplante Sperrung der Bonner Nordbrücke für schwere Fahrzeuge.

Gerade deshalb muss die Rahmedetalbrücke Mahnung und Lehre sein. Die politischen Ursachen des Brückendesasters sind noch nicht vollständig aufgearbeitet. Die Rolle des heutigen Ministerpräsidenten und früheren Verkehrsministers Hendrik Wüst ist weiterhin Gegenstand parlamentarischer Untersuchungen; seine Zeugenvernehmung steht noch aus. Zudem haben jüngste Aussagen aus dem Bundesverkehrsministerium den Verdacht erhärtet, dass Länder vor der Übertragung der Autobahnzuständigkeit auf den Bund aus Kostengründen komplexe Brückenprojekte zurückgestellt haben – auch in NRW, und damit in der Amtszeit von Hendrik Wüst als Verkehrsminister.

Bei aller notwendigen Aufklärung steht nun aber im Vordergrund: Der Neubau der Rahmedetalbrücke ist gelungen und ein starkes Beispiel dafür, was möglich ist. Dieses Tempo und diese Prioritätensetzung brauchen wir dauerhaft, damit unsere Infrastruktur wieder verlässlich funktioniert.“

Gordan Dudas:

„Die Freigabe der neuen Rahmedetalbrücke ist ein Befreiungsschlag für die gesamte Region um Lüdenscheid. Gerade einmal vier Jahre sind seit der Sperrung vergangen. Endlich rollt der Verkehr wieder über die A45 und ist raus aus dem Stadtgebiet und den Wohngebieten. Das ist pünktlich zum Weihnachtsfest eine enorme Entlastung für die Menschen von unvorstellbarem Lärm und Dreck, den sie alle rund um die Uhr ertragen mussten. Es bedeutet aber auch für Autofahrer und Transportunternehmen, dass sie weniger im Stau stehen, Zeit gewinnen und die Mobilität in der Region wieder normal funktioniert.

Nach 1.481 Tagen ist das ein Neuanfang und ein wichtiges Zeichen für die Region. Umso unverständlicher ist allerdings, dass ausgerechnet diejenigen, die diese Belastungen jahrelang getragen haben, bei der offiziellen Eröffnung offenbar außen vor bleiben sollen. Eine Brücke, die das Leben zehntausender Menschen so massiv beeinflusst hat, wird als geschlossene Veranstaltung für politische Vertreter eröffnet – ohne Einladung an die Bürgerinnen und Bürger. 

Das ist ein falsches Signal. Diese Brücke gehört den Menschen vor Ort, und sie hätten es verdient, diesen Moment auch gemeinsam zu erleben.“

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Mit freundlichen Grüßen 

Andreas Hahn 

Andreas Hahn 

Pressesprecher 

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